Wintersport-Orte mit Festtagen zufrieden

04. Januar 2006, 09:02

Die Wintersport-Orte in den Schweizer Alpen sind mit dem Festtagsgeschäft zufrieden. Hotelzimmer waren kaum mehr frei und die Bahnen meist ausgelastet. Gute Zahlen melden die Touristiker auch für die Sportferien im Februar und März.

Gutes Wetter und gute Schneeverhältnisse sorgten für positive Geschäftszahlen im Berner Oberland: Grindelwald, Gstaad, Wengen und Adelboden waren über die Festtage fast oder ganz ausgebucht, wie die Orte in einer Umfrage mitteilten. In Gstaad wurden über die Festtage rund zehnProzent mehr Umsatz erreicht als im Vorjahr.

Die Bergbahnen hätten rund 25 Prozent höhere Frequenzen registriert als im Vorjahr, sagte Tourismusdirektor Roland Seifritz. Gute Schneeverhältnisse hätten besonders Tagesgäste angelockt. Zum guten Resultat habe auch die positivere wirtschaftliche Stimmung beigetragen.

Gute Nachfrage in Adelboden und Grindelwald
Adelboden habe nach den Weltcup-Skirennen eine gute bis sehr gute Auslastung, sagte Markus Pfister, Marketingleiter von Adelboden Tourismus. Der Januar 2006 werde besser als der Januar 2005. Viele Gäste hätten sich nach den Schneefällen im November kurzfristig für Winterferien in Adelboden entschieden.

In Grindelwald wurden im Vergleich zu den Vorjahren mehr Gäste aus Deutschland gezählt. Bei den Ferienwohnungen sei zwar noch ein Januarloch auszumachen, hielt Marina Tonn, Medienbeauftragte bei Grindelwald Tourismus, fest.

Zermatt praktisch ausgebucht
«Wer vermieten wollte, der konnte», sagte Daniel Luggen von Zermatt Tourismus. Die rund 100 Hotels in Zermatt und die gegen 800 Ferienwohnungen waren über die Weihnachts- und Neujahrstage praktisch ausgebucht. Auch die Zermatter Bergbahnen wurden äusserst rege benutzt. Ein kleiner Dämpfer war die Kälte über Weihnachten.

In Graubünden wurden in der Weihnachtswoche zwar weniger Logiernächte als im Vorjahr gezählt. Dagegen meldeten Hotellerie und Parahotellerie aus der Altjahreswoche bessere Zahlen. Besonders stark dürfte das Geschäft aber in der ersten Januarwoche ausfallen, heisst es bei der touristischen Dachorganisation Graubünden Ferien.

Für Januar und den Sportferienmonat Februar sei der Stand der Buchungen gut bis sehr gut. Nicht ganz so positiv tönte es bei den Bündner Bergbahnen: Die teils heftigen Schneefälle und wenige sonnige Tage verunmöglichten nach Angaben des Verbandes der Bergbahnen ein Spitzenergebnis.

In 2005 nur eine Festtags-Woche
In Sörenberg LU waren die Hotels ab 27. Dezember ausgebucht; die Tourismusverantwortlichen sind zufrieden. Vor allem Schweizer Gäste hätten Weihnachten noch zu Hause gefeiert und seien danach in die Ferien verreist, hiess es bei Tourismus Sörenberg. Die Frequenzen lägen im Rahmen der Vorjahre.

Weil Weihnachten und Neujahr jeweils auf ein Wochenende fielen, habe es praktisch nur eine Festtags-Woche gegeben. Für die laufende Woche seien die Zahlen noch gut. Danach folge das Januarloch. Die Buchungen für die Sportferien liegen wiederum im Rahmen der Vorjahre.

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