Adecco baut rund 500 Stellen ab

13. Mai 2006, 12:15

Der Schweizer Personalvermittlungskonzern Adecco wird im administrativen Bereich rund 500 Stellen streichen. In einem Interview zeigte sich Adecco-Präsident Klaus Jacobs unzufrieden mit dem Geschäftsgang in Frankreich.

Adecco-Chef Klaus J. Jacobs.
Adecco-Chef Klaus J. Jacobs.
Gut qualifizierte Mitarbeiter, die eigentlich für die Feststellenvermittlung angestellt worden seien, würden neu in die Temporärvermittlung von Spezialisten eingesetzt, sagte Jacobs. Zudem würden im Zuge der Konzentration der administrativen Bereiche im Verlauf dieses und des kommenden Jahres rund 500 Arbeitsstellen wegfallen, kündigte Jacobs an. Diese beiden Massnahmen seien wesentliche Gewinntreiber, sagte er in dem Interview der «Finanz und Wirtschaft» weiter.

Unzufrieden zeigte sich der Adecco-Präsident mit dem Geschäftsgang in Frankreich. Das Geschäft in Frankreich müsse erheblich verbessert werden. «Wir akzeptieren nicht länger, dass wir uns dort langsamer als die Wettbewerber entwickeln und dabei auch überdurchschnittlich steigende Kosten zu tragen haben», sagte Jacobs.

Potenzial in den USA
Problematisch sei, dass Adecco im Ländervergleich in Frankreich noch im geringsten Mass auf die Fachkräftevermittlung setze, obschon in diesem Land in diesem Segment viel Potenzial bestehe. Die Verantwortlichen habe er gebeten, bis zur nächsten Besprechung Anfang Juni gute Vorschläge mitzubringen. «Zunächst soll das Management wirkungsvolle Massnahmen erarbeiten. Dann sehen wir weiter», sagte Jacobs.

Das in Aussicht gestellte jährliche Wachstum von sieben bis neun Prozent stützt Jacobs auf die guten weltweiten Konjunkturperspektiven. Zudem habe Adecco in gewissen Ländern erst einen kleinen Marktanteil, etwa in den USA mit fünf Prozent. In Nordamerika sei die Arbeitskräftevermittlung noch stark fragmentiert, denn auch die Konkurrenten hätten lediglich kleine Anteile. «Deshalb liegen dort für uns besonders gute Chancen», sagte der Adecco-Präsident

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