Wirtschaft

Weiterer Streik nicht unmöglich

27. September 2006, 08:55

Hinter dem Streik bei Swiss steht die Gewerkschaft Swiss Pilots. Präsident Thomas Issler sagt, was er von der Swiss erwartet.

Mit Thomas Issler sprach Marc Badertscher

Herr Issler, in einem Satz: Wie konnte es zum Streik kommen?

Die ehemaligen Crossair-Piloten werden seit Bestehen der Swiss diskriminiert. Wenn Sie in der gleichen Firma arbeiten und unterschiedliche Arbeitsbedingungen haben, ist das einfach zermürbend.

Wo sind die ehemaligen Swissair-Piloten im Europasegment besser gestellt?

Es gibt eklatante Unterschiede. Das beginnt beim Lohn und geht über Arbeitszeiten bis zu Ferien und Pensionskasse.

Es geht um Neid.

Es geht nicht direkt um materielle Aspekte, sondern um die fehlende Wertschätzung.

Wann kommt es zu neuen Gesprächen mit der Swiss-Führung?

Das Management muss sich dazu bekennen, dass man die Diskriminierung in einem vernünftigen Rahmen aufheben will. Dann kann man sofort an den Verhandlungstisch sitzen. Aber das Bekenntnis muss substanziell sein.

Was wäre substanziell?

Das überlasse ich dem Management.

Fordern Sie, dass das Budget für die Europa-flotte erhöht wird?

Nein. Wir reden nicht in operative Entscheide rein. Wir sagen nur, die Diskriminierung muss weg.

Kommt es zu einem weiteren Streik?

Es ist nichts geplant, aber auch nichts ausgeschlossen. Wir hoffen, dass das Management jetzt ein Angebot macht.

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