Wirtschaft
Schweizer tranken mehr Bier
15. November 2006, 15:29Der Bierkonsum in der Schweiz ist zuletzt wieder ein wenig gestiegen. Der Schweizerische Brauerei-Verband beklagt jedoch den gestiegenen Kostendruck auf die inländischen Brauereien.
Die Schweizer Brauereien standen gemäss einer Mitteilung von heute aber weiter unter Druck: Ihr Ausstoss nahm, ohne Exporte, nur um 0,1 Prozent auf 3,455 Millionen Hektoliter zu, während die Importbiere einen Zuwachs von 9,9 Prozent auf 774.331 Hektoliter verzeichneten.
104 Millionen Franken Biersteuern
Der Kosten- und Margendruck auf die inländischen Brauereien habe sich weiter erhöht, klagte der SBV. Drohende Erhöhungen von Steuern und Abgaben verschlechterten den Produktionsstandort Schweiz weiter. Laut SBV profitierte die Bundeskasse mit fast 104 Millionen Franken von der Biersteuer.Die Mehrwertsteuer aus Bierverkäufen in Gastgewerbe und Detailhandel mache schätzungsweise weitere 200 Millionen Franken aus. In diesen Zahlen seien die ordentlichen Unternehmenssteuern noch nicht enthalten.
Bündner sind die Spitzentrinker
Richtig angezogen habe der Bierkonsum im vergangenen April und Mai, kommentierte SBV-Direktor Konrad Studerus den Aufwärtstrend. Im Juni seien die Auslieferungen der Brauereien wieder zurückgegangen, hätten aber im Juli einen Höhepunkt erreicht. Der August hingegen sei wieder rückläufig gewesen. Von Monat zu Monat betrachtet, sei der Bierkonsum in der Schweiz «eine richtige Berg- und Talfahrt», sagte Studerus.Mit Blick auf die Regionen hob der SBV-Direktor Graubünden als den Kanton mit dem traditionell höchsten Bierverbrauch hervor. Der Tessin, so Studerus, trinke in der Schweiz am wenigsten Bier. Beliebt sei Bier vor allem im Osten und Nordosten des Landes. In der Westschweiz hingegen werde Wein bevorzugt.
Konsum während Fussball-WM unter Erwartungen
Interessantes Detail der Verkaufsstatistik ist die Fussball- Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer: Der Bierkonsum lag laut Studerus unter den Erwartungen. Auch die Zahl der Arbeitstage der einzelnen Monate ist laut Studerus nicht unbedeutend für den Bierausstoss. Ein Arbeitstag weniger im Monat mache sich bei den Brauereien mit Auslieferungseinbussen von fünf bis zehn Prozent bemerkbar.Wirtschaft
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