Wirtschaft
Stellenabbau bei der NZZ
17. November 2006, 17:53Die NZZ baut um, aus und ab: So wird eine gemeinsame Newsredaktion für Zeitung und Online-Portal geschaffen, ein monatliches Lifestyle-Magazin lanciert und das «NZZ-Ticket» eingestellt. Unter dem Strich fallen 10 bis 15 Stellen weg.
Die gemeinsame Redaktion für Printausgabe und Internetseite wird vorab abends im Einsatz sein. Wie Markus Spillmann, Vorsitzender der NZZ-Geschäftsleitung und Leiter Publizistik, heute erklärte, würde die Nachrichtenaufbereitung tagsüber weiterhin in der bisherigen Ressortstruktur erfolgen.Mit der gemeinsamen Abschlussredaktion verbunden sind gemäss Communiqué von heute auch Veränderungen auf der Frontseite der Zeitung. Die NZZ wird allerdings an der bisherigen Tradition festhalten und weiterhin einen hohen Anteil an Auslandsberichten auf der ersten Seite haben.
Neu soll die Front der Zeitung aber besser zur «gepflegten Blatterschliessung» genutzt werden, so Spillmann. Im Zuge der vorgesehenen Neuordnung der Bundstruktur wird ausserdem die Ausgangs-Beilage «NZZ Ticket» eingestellt. Als Ersatz soll das Agenda-Angebot auf NZZ Online zu einer eigentlichen Ausgeh-Plattform ausgebaut werden.
Als Grund für die Einstellung von «NZZ Ticket» nannte Spillmann die begrenzten Möglichkeiten des Produkts auf dem Werbemarkt. «NZZ Ticket» sei zwar von der Leserschaft gut aufgenommen worden, man habe aber entschieden, sich das Angebot in dieser Form nicht mehr leisten zu wollen.
Stellenabbau im tiefen zweistelligen Bereich
Die Umstellungen in der Redaktion und die Einstellung der Donnerstagsbeilage hat Auswirkungen auf den Personalbestand: In gewissen Bereichen wird es zu einem Abbau von Stellen kommen. Eine genaue Zahl wollte Spillmann nicht nennen, weil gleichzeitig Stellen gestrichen, geschaffen und verändert würden.Der Abbau würde sich im «tiefen zweistelligen Bereich» bewegen, also «zwischen 10 und 15 Stellen» betreffen, sagte Spillmann. Zum grossen Teil könne der Abbau mittels Frühpensionierungen erfolgen, es seien aber auch Entlassungen geplant. Die Massnahmen werden schrittweise umgesetzt und sollen im Frühling nächsten Jahres umgesetzt sein. Monatliches Lifestyle-Magazin
Bereits Mitte Februar lanciert die NZZ das Lifestyle-Magazin «Z», das einmal im Monat der Samstagausgabe der NZZ sowie der «NZZ am Sonntag» beigelegt wird. Das Magazin wird wiederkehrenden Rubriken enthalten und jeden Monat einem Schwerpunktthema gewidmet sein. «Z» ersetzt die bisherigen Spezialbeilagen zu den Themen Mode, Uhren und Schmuck.
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