Sony zahlt Entschädigungen

20. Dezember 2006, 09:31

Der Musikkonzern Sony BMG hat gegen Geldzahlungen einen Rechtsstreit über eine Anti-Piraterie-Software beigelegt, die er heimlich auf seinen CDs installiert hatte.

Wie die Behörden im US-Bundesstaat Kalifornien heute mitteilten, willigte Sony in die Zahlung von 750’000 Dollar ein. Ausserdem wird das Unternehmen die Kosten in Höhe von jeweils bis zu 175 Dollar dafür übernehmen, dass die betroffenen Kunden die Software wieder aus ihren Computern beseitigen können.

In der Klage war Sony BMG angelastet worden, zwischen Januar und November 2005 mehr als 12,6 Millionen Musik-CDs hergestellt zu haben, auf denen die geheime Software mit dem Namen Digital Rights Management (DRM) gespeichert war. Diese Software begrenzte die Häufigkeit, mit der Songs der CD kopiert werden konnten.

Computer empfindlicher gegen Hacker
Auf der Verpackung wurde DRM nicht erwähnt, obwohl die Software sich nach Angaben des kalifornischen Generalstaatsanwalts Bill Lockyer von allein in verborgenen Dateien auf den Computern der Nutzer installierte.

Durch das Programm sei das Betriebssystem Windows anfälliger für Angriffe von Hackern und auch andere Probleme geworden. Versuche, die Software ohne Deinstallations-Programm zu entfernen, hätten zudem Computerschäden verursacht.

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