Schweizer essen weniger Pasta

09. März 2007, 10:10

Nach dem Rekord im Vorjahr hatten die Schweizer 2006 deutlich weniger Appetit auf Pasta: 70’902 Tonnen wurden verspeist, das sind 6 Prozent weniger als 2005.

Schweizer lieben Spaghetti, dennoch ging der Teigwarenkonsum zurück.
Schweizer lieben Spaghetti, dennoch ging der Teigwarenkonsum zurück.
Jeder Einwohner der Schweiz habe im letzten Jahr im Schnitt 9,38 Kilogramm Pasta gegessen, teilte die Vereinigung der Schweizerischen Teigwarenindustrie (Swiss Pasta) in einem Communiqué mit. Damit ist der Teigwarenkonsum auf den tiefsten Stand seit 1998 gesunken. Im Vorjahr waren noch 10,06 Kilogramm auf den Teller gekommen. Damit sind die Schweizer die zweitgrössten Pastaliebhaber in Europa. Nur die Italiener essen noch viel mehr davon.

Noch nie kamen so viele Teigwaren aus dem Ausland. Die Importe legten erneut um 4,7 Prozent auf 28’966 Tonnen zu. Das ist ein neuer Rekord. Die Einfuhren machen mittlerweile 40,9 Prozent des Gesamtverbrauchs aus.

Krebsgang heimischer Produktion
Dagegen brach der Verkauf heimischer Pasta um 12 Prozent auf 41’936 Tonnen ein. Dies ist der tiefste Stand seit Beginn der Statistik im Jahre 1960. Als Folge von Zusammenschlüssen und Betriebsschliessungen schrumpfte die Zahl der hiesigen Teigwarenfabriken ständig. Vor 20 Jahren gab es noch 15 Unternehmen in der Schweiz, heute sind dem Branchenverband nur noch 7 Hersteller von Trockenteigwaren angeschlossen.

Und diese produzieren immer weniger. Die Inlandproduktion sackte um 10 Prozent auf 47'275 Tonnen ab. Ein tieferer Wert ist in der Statistik nur 1975 aufgeführt. Angesichts der Sättigung des Inlandmarktes und des immer härteren Preiswettbewerbs suchen die Schweizer Hersteller mehr Absatzmöglichkeiten für Teigwarenspezialitäten in den Nachbarländern. Dank der hohen Qualität und der gefallenen EU-Zollmauern nahmen die Exporte im letzten Jahr um 7 Prozent auf 5339 Tonnen zu.

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