Weshalb verlor die Ovo im Englischen das «om»?

10. April 2007, 11:00

Im Coles-Supermarkt in Sydney steht eine Dose, die dem Schweizer Touristen ins Auge springt.

Frühstücksgetränk, orange Grundfarbe, blauer, schräger Schriftzug: «Ovaltine». Wander, Herstellerin des Volksgetränks, erklärt das Fehlen der zwei Buchstaben: Nach der Expansion ins Ausland merkte man, dass die vielsilbige O-vo-mal-tine nicht richtig ausgesprochen werden konnte. Das war nach 1913, als die erste Ovo-Fabrik in England in Betrieb ging. Deshalb heisst das Pulver im englischsprachigen Ausland und in Asien verkürzt Ovaltine (sprich: «Oveltain»).

Das vitaminreiche Ei-Malz-Getränk war 1904 von Dr. Albert Wander entwickelt worden. Nach dem Siegeszug in Europa expandierte Wander 1919 nach Chicago, USA. An der Olympiade 1932 in Los Angeles war Ovomaltine als Ovaltine d a s Sportlergetränk. Wander, domiziliert in Neuenegg in der Nähe von Bern, ist heute eine Tochtergesellschaft von Associated British Foods, zu der Marken wie Caotina, Isostar und Twinings Tea gehören. Und natürlich das Frühstücksgetränk – mit und ohne «om». (tre)

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