Wirtschaft

UBS warnt vor weiteren Abschreibungen

29. Oktober 2007, 11:57

Die Grossbank UBS hat die Krise im US-Hypothekenmarkt nach eigenen Angaben noch nicht überwunden. Sie rechnet auch im vierten Quartal mit Schwierigkeiten.

«Wir gehen durch einen Stresstest, in dem man sehr genau sieht, wo die Stärken und Schwächen einer Institution liegen»: Marcel Rohner.
Keystone «Wir gehen durch einen Stresstest, in dem man sehr genau sieht, wo die Stärken und Schwächen einer Institution liegen»: Marcel Rohner.

Einen Tag vor Veröffentlichung der Zahlen der ersten neun Monate hat die Schweizer Grossbank die Anfang Monat erlassene Gewinnwarnung bestätigt. So werde sich der Konzernverlust in Folge der Turbulenzen auf dem Markt für zweitklassige Hypotheken in den USA in der angekündigten Bandbreite von zwischen 600 und 800 Millionen Franken bewegen.

Damit ist laut der UBS die Krise aber noch nicht überstanden. Zwar habe das vierte Quartal mit guten Resultaten aus allen Geschäftseinheiten inklusive der Investment Bank begonnen. Der Bereich Fixed Income, Currencies and Commodities bleibe jedoch nach wie vor den künftigen Marktentwicklungen ausgesetzt. Eine weitere Verschlechterung im amerikanischen Häuser- und Hypothekenmarkt oder eine Rating-Herabstufung von hypothekarisch gesicherten Wertpapieren könnten zusätzliche Abschreibungen auf ihren Positionen erforderlich machen.

Die UBS rechnet deshalb nicht damit, dass sich das vierte Quartal weiter so gut entwickelt wie in der Anfangsphase. Ebenfalls nicht erwartet wird, dass sich die gegenwärtigen Schwierigkeiten kurzfristig überwinden lassen.

Gerüchteweise wird ein Verlust von 3 Milliarden genannt

Die ungewöhnliche Medienmitteilung der UBS ist mit einem Bericht des «Sonntag» zu erklären, in dem von einem möglichen weiteren Abschreiber von 3 Milliarden Franken im vierten Quartal 2007 die Rede war.

Die Grossbank UBS hatte in Folge der Krise Abschreibungen von über vier Milliarden Franken bekannt gegeben. Zudem wurde ein Abbau von 1500 Stellen im Investment Banking angekündigt. Auch bei der Credit Suisse haben die Turbulenzen ein Loch in die Kasse gerissen. Die Bank gab die Streichung von insgesamt 320 Stellen im Investment-Banking-Bereich bekannt.

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