Wirtschaft

Erfolgreicher Hacker-Angriff auf Swisscom

22. November 2007, 00:27 – Von Christian Bütikofer

Diverse Swisscom-Kunden konnten sich gestern zwischen 17 und 21 Uhr nicht oder nur mit massiven Problemen ins Internet einloggen.

Zürich. - Grund für die Störung war eine erfolgreiche so genannte Denial-of-Service-Attacke (DoS) auf den IP-Plus-Service der Swisscom. DoS-Attacken bestehen darin, dass ein Computernetzwerk so lange mit unnützem Datenverkehr überflutet wird bis die Netzwerkserver ihren Dienst versagen. Laut Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus waren maximal 3500 Kunden betroffen, darunter der Swisscom-eigene Internetprovider Bluewin und die Tamedia, die auch den Tages-Anzeiger herausgibt. Deshalb war die Online-Ausgabe des TA zeitweise nicht oder nur schwer erreichbar. Da der IP-Plus-Service zum Rückgrat (Backbone) der Swisscom gehört, kann es gut sein, dass neben Bluewin auch andere Internetprovider von den Problemen betroffen waren.

Bis zu Redaktionsschluss waren sich die IT-Spezialisten der Swisscom noch nicht im Klaren, woher genau die DoS-Attacke stammte. Was nicht verwundert, weil solche Angriffe über diverse auf der Welt verstreute Rechner geschehen. DoS-Attacken werden laut Swisscom-Sprecher Neuhaus ab und zu gegen die Infrastruktur der Swisscom geführt, allerdings meist mit wenig Erfolg. Über den Zustand des Swisscom-Netzwerkes kann man sich immer auf www.ip-plus.net/network/network_status/ informieren.

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