Baumeister und Gewerkschaften einig
19. Dezember 2007, 11:53 Von Andreas ValdaEnde des Arbeitskampfes auf dem Bau: Arbeitgeber und Gewerkschaften haben sich nach Mammutverhandlungen in den wichtigsten Punkten gefunden.
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Im Zentrum des Abkommens stehen die Flexibilisierung der Arbeitszeiten und eine Lohnerhöhung für das kommende Jahr. «In beiden Fragen haben wir Einigung erzielt», bestätigte ein Mitglied der Verhandlungsdelegation dem «Tages-Anzeiger». Darauf basierend soll in den nächsten Wochen nun ein Gesamtarbeitsvertrag ausgearbeitet werden.
Die Einigung kam mitten in der Nacht von Montag auf Dienstag zu Stande. Erst um drei Uhr früh war die Sitzung zu Ende. Am Tisch sassen Vertreter der Gewerkschaften Unia und Syna und des Baumeisterverbandes sowie der Mediator Jean-Luc Nordmann, ehemaliger Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft.
Beide Seiten waren einander zum Schluss entgegengekommen. Die Baumeister verzichten auf die individuelle Verrechnung von so genannten Minusstunden beim wetterbedingten Ausfall der Arbeit. Die Gewerkschaften gestatten im Gegenzug das Nachholen von Ausfällen bei «besonderen Ereignissen» im Rahmen des so genannten Arbeitszeitkalenders. Die Gewerkschaften hatten im Herbst ihren Forderungen mit Warnstreiks Nachdruck verschafft.
100 Franken pro Monat für alle
Beim Lohnabschluss legten die Gewerkschaften Wert auf Aufbesserung der tiefen Löhne. Im kommenden Jahr bekommen nun gemäss dem neuen Abkommen alle Bauarbeiter im Bauhauptgewerbe 100 Franken pro Monat mehr. Für individuelle Erhöhungen je nach Leistung stehen weitere 0,5 Prozent der Lohnsumme bereit. Die Basislöhne werden 2008 und 2009 je um 3 und 2,5 Prozent angehoben.
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