Wirtschaft
Sarkozy stellt sich auf die Seite der Fischer
19. Januar 2008, 17:05Der französische Präsident Nicolas Sarkozy will als EU-Ratspräsident für die Abschaffung der Fischfangquoten sorgen.
Er werde noch im Januar einen «sehr intensiven Dialog» mit der EU-Kommission darüber führen, kündigte Sarkozy heute an. Die Gelegenheit, um aus der «Quotensache» herauszukommen, bestehe, wenn Frankreich vom 1. Juli bis zum 31. Dezember den Vorsitz in der Europäischen Union übernehmen werde, sagte Sarkozy vor mehreren hundert Fischern in Boulogne-sur-Mer.
Die EU versucht die Bestände überfischter Arten mit der Verteilung von Fangquoten zu stabilisieren. Erst kurz vor Weihnachten waren mit Zustimmung Frankreichs die Fangquoten für 2008 festgelegt worden.
Wissenschaftler gegen Fischer
Französische Fischer haben wiederholt die Erkenntnisse der Wissenschaftler über den Rückgang der Bestände angezweifelt und Häfen blockiert, um höhere Fänge durchzusetzen.
«Es muss damit Schluss sein, dass man auf der einen Seite die Wissenschaftler und auf der anderen die Fischer hat», sagte Sarkozy. Denn die ersten, die Interesse an der Sicherung der Ressourcen haben, seien die Fischer.
«Die Fischerei ist Teil der nationalen französischen Identität», sagte Sarkozy. Er versprach den Fischern wegen der hohen Dieselpreise zusätzliche Staatshilfen in den kommenden drei Jahren. Das Geld soll über Steuern auf Fischprodukte im Handel aufgebracht werden.
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