Wirtschaft

Das Geschäft mit Kriegsmaterial boomt

18. Februar 2008, 11:29

2007 wurde aus der Schweiz Kriegsmaterial für 464,5 Millionen Franken in 66 Länder exportiert. Bewilligt wurden Exporte für den dreifachen Betrag.

Beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) gingen im vergangenen Jahr 2462 Ausfuhrgesuche ein. Bewilligt wurden 2457 Gesuche im Wert von 1,787 Milliarden Franken. Der Wert der bewilligten Ausfuhren stieg damit innert Jahresfrist um rund 90 Prozent.

Der Umfang der 2007 realisierten Ausfuhren stieg um 16,8 Prozent oder 66,9 Millionen auf 464,5 Millionen Franken und damit den höchsten Stand seit 19 Jahren. Die Differenz zwischen den effektiven Exporten und den Bewilligungen erklärt sich dadurch, dass Exporte teilweise erst in einer nächsten Berichtsperiode realisiert werden. Auch werden Gesuche häufig nicht benutzt, sei es mangels nötiger Finanzierung, Aufschiebung oder Annullationen.

Zu den grösseren Geschäften gehörten 2007 laut Seco die Lieferung von insgesamt 26 gepanzerten Radfahrzeugen des Typs Piranha und Eagle nach Irland, Dänemark und Brasilien im Wert von rund 76 Millionen Franken. Dazu kam die Teillieferung von sechs Fliegerabwehrsystemen nach Pakistan für rund 38 Millionen Franken. Die umstrittene Lieferung war im vergangenen November nach Verhängung des Ausnahmezustands in Pakistan suspendiert worden, und weitere Lieferungen wurden damit aufgeschoben. An die dänische Marine gingen sechs Fliegerabwehrkanonen für zwölf Millionen Franken. Sechs Kampfflugzeuge des Typs Tiger F-5 zusammen mit zehn Triebwerken und Ersatzteilen für rund 14 Millionen Franken wurden an die USA weiterverkauft.

Zu den Hauptabnehmerländern gehörten 2007, wie berichtet, Deutschland mit Lieferungen im Wert von 62 Millionen Franken, gefolgt von Irland (51 Millionen), USA und Dänemark (je 42 Millionen) sowie Grossbritannien (40 Millionen).

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