Durchatmen an den Börsenplätzen

18. März 2008, 18:37

Beflügelt von positiven Zahlen zweier US-Investmentbanken und der Erwartung auf eine weitere Zinssenkung der Fed haben die Börsen im In- und Ausland kräftige Kursgewinne verbucht.

An der Schweizer Börse zogen Bankentitel, die gestern unter Druck geraten waren, deutlich an. Der Swiss Market Index (SMI) stieg um 3,54 Prozent auf den Schlussstand von 7013,87 Punkten, nachdem er am Vortag erstmals seit Oktober 2005 unter 7000 Zählern geschlossen hatte.

UBS und Credit Suisse deutlich stärker

Die Grossbankentitel, die gestern noch die Tagesverlierer waren, zeigten sich heute verbessert: Die UBS legte um bis zu 16,25 Prozent zu und beendete den Handel mit 14,37 Prozent im Plus. Die Credit Suisse verbesserte sich um bis zu 11,27 Prozent und schloss mit 10,36 Prozent im Plus. Die Bank Julius Bär erhöhte sich um 5,89 Prozent.

Die am Vortag ebenfalls unter Druck geratenen Versicherungstitel von Zürich, Swiss Re, Swiss Life und Baloise verzeichneten deutliche Avancen. Innerhalb des SMI-Tableaus notierten einzig die Aktien von Nobel Biocare und Synthes mit 1,6 beziehungsweise 0,7 Prozent im Minus.

Zugewinne in Deutschland und den USA

In Frankfurt legte der Deutsche Aktienindex DAX um 3,41 Prozent zu und ging bei 6.393,39 Punkten aus dem Handel. Auch für den MDAX ging es deutlich nach oben, und zwar um 3,1 Prozent auf 8.448 Punkte. Der TecDAX verbuchte ein Plus von 3,2 Prozent auf 716 Punkte. Tagesgewinner waren die Papiere von Volkswagen, die mehr als sieben Prozent gut machten. Für Deutsche Bank, Hypo Real Estate, Deutsche Börse und Siemens ging es um gut sechs Prozent voran. Verluste von 6,7 Prozent musste dagegen der Handelskonzern Metro hinnehmen. Deutliche Kursgewinne verbuchten auch die Handelsplätze in Paris und Mailand.

Die New Yorker Wall Street startete ebenfalls mit kräftigen Gewinnen: Für den Dow Jones Index ging es zunächst um 257 Punkte oder 2,15 Prozent auf 12.230 Punkte nach oben. Die am Vortag schwer gebeutelte Aktie der Investmentbank Lehman Brothers legte um satte 33 Prozent zu; Goldman Sachs machten zwölf Prozent gut. Beide Kreditinstitute hatten Quartalsberichte vorgelegt, mit denen sie die Erwartungen der Analysten übertrafen.

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