13’516 Hagelschäden bezahlt

29. März 2008, 12:40

Die Schweizerische Hagel-Versicherungs-Gesellschaft hat letztes Jahr in der Schweiz und in Liechtenstein insgesamt 62,5 Millionen Franken bezahlt.

Die Tendenz der vergangenen 15 Jahre zeigt vor allem für die Schweiz eine Zunahme der Schadenfrequenz. Sie bestätigte sich gemäss den Angaben auch 2007, wie aus dem am Samstag veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht. Das Landwirtschaftsjahr sei von vielen teuren Schadenfällen gekennzeichnet gewesen. Von den insgesamt 13’516 gemeldeten Schäden entfielen 3359 oder rund ein Viertel nicht auf Hagel, sondern auf Elementarereignisse wie Überschwemmungen, Sturm und Frost. Die Zahl der eigentlichen Hagelschäden betrug 10’155.

Schwerster Schadentag des Jahres 2007 war gemäss Jahresbericht mit 6000 Schadenfällen in der ganzen Schweiz der vergangene 21. Juni. Neben dem 21. Juni fielen auch der 8./9. sowie der 28./29. August ins Gewicht, als sich nach starken Niederschlägen Überschwemmungen und Erdrutsche ereigneten. Die Entschädigungen für andere als Hagelschäden waren laut dem Bericht noch nie so hoch wie letztes Jahr. Die Gesamtentschädigung von 62,5 Millionen Franken entsprach einer Schadenbelastung von 122 Prozent.

Auch in Frankreich und Italien, wo die genossenschaftlich organisierte Hagel-Versicherung seit 1993 beziehungsweise 2004 tätig ist, wurden hohe Schäden verzeichnet. In Frankreich betrug die Schadenbelastung 135 Prozent, bei einem Prämienvolumen von 10,1 Millionen Franken. Grund waren häufige, starke Hagelschläge in den versicherten Gebieten. In Italien gab es dagegen trotz örtlich grosser Trockenheit und lokal heftigen Hagelgewittern ein positives Ergebnis. Bei einem Prämienvolumen 39,0 Millionen Franken lag die Schadenbelastung bei 87 Prozent. Im gesamten Auslandgeschäft betrug sie 97 Prozent.

Die Hagel-Versicherung verzeichnete 2007 insgesamt ein Bruttoprämienaufkommen von 100,5 Millionen Franken, wie es im Jahresbericht heisst. Der Betrag war rund 100’000 Franken höher als im Vorjahr. Die Mitglieder erhielten eine Rückvergütung von 3,6 Millionen Franken. Der gesamte Brutto-Schadenaufwand belief sich auf 110,4 Millionen Franken, verglichen mit 75,3 Millionen Franken 2006. Der Schaden-Kosten-Satz, die so genannte Combined Ratio, verschlechterte sich von 88,1 auf 125,0 Prozent. Die Versicherungssumme betrug 2,880 Milliarden Franken, verglichen mit 2,875 Milliarden Franken im Vorjahr.

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