Einrücken in Feusisberg

23. Mai 2006, 22:08

Die Schweizer Nationalmannschaft hat ihr traditionelles Quartier in Feusisberg bezogen. Am Abend absolvierten die Spieler ihr erstes gemeinsames Training vor der WM.

Marco Streller (r) und Alex Frei beim Fussballtennis.
Marco Streller (r) und Alex Frei beim Fussballtennis.
Der ersten Einheit in Freienbach vor rund 800 Zuschauern blieben Fabio Coltorti, Xavier Margairaz und Johan Vonlanthen fern. Während die Blessuren von Coltorti (Beckenprellung) und Margairaz (Adduktoren) nicht gravierend sind, und sie deswegen in der Physiotherapie waren, droht Vonlanthen das vorzeitige WM-Aus.

Das Training - mit dem offiziellen WM-Ball - verlief wie gewohnt im lockeren Rahmen. Nach einem kurzen Aufwärmen sowie einigen Technik-Übungen in Dreier-Teams vergnügten sich die Nationalspieler beim beliebten Fussballtennis. Dabei glänzte vor allem Marco Streller direkt vor der Haupttribüne des Sportplatz' mit einer «Bicicletta», die ihm spontan Applaus einbrachte. Nach rund 60 Minuten beendete Köbi Kuhn das Training und die Spieler begaben sich auf den Autogrammmarathon, der bis zu einer halben Stunde in Anspruch nahm.

Der Geist von Feusisberg
Nach einem turbulenten Auftakt zur WM-Kampagne war gestern Nachmittag zumindest gegen Aussen wieder der Alltag eingekehrt. Kurz nach 13.30 Uhr erreichte die Schweizer Nationalmannschaft mit dem Car am dritten Tag ihrer WM-Vorbereitung das bevorzugte Hotel Panorama & Spa in Feusisberg, wo das Nationalteam seit vier Jahren jeweils während der Vorbereitung logiert.

Als Willkommensgruss hatte die Belegschaft ein grosses Transparent mit der Aufschrift «Viel Glück wünscht der CH-Nati der Geist von Feusisberg» an die Fassade jenes Trakts gehängt, den die Schweizer Nationalspieler nun wieder belegen.

Und nach dem eher anstrengenden Teil am Morgen mit einem Besuch bei Sponsor Puma und der gestrigen 9. Nacht des Schweizer Fussballs waren die Spieler froh, in Feusisberg wieder ihre Ruhe zu haben. «Es ist gut, den ganzen Trubel nun hinter uns zu haben», sagte Kuhn. Dies sei auch seine Bedingung gewesen bei der Fixierung dieser Termine.

Begehrte Schweizer Trikots
Die Euphorie um die Schweizer Nationalmannschaft spürt auch Ausrüster Puma. Rund 60 Prozent mehr Schweizer Nationaltrikots als vor der Euro 2004 seien bestellt worden, sagte Stefan Kropf, Chef von Puma Schweiz. «Wir gehen davon aus, dass die Trikots bis zum Beginn der WM ausverkauft sind.»

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