Blatter sichert Südafrika Hilfe zu
04. Juli 2006, 15:37Fifa-Präsident Joseph Blatter hat Südafrika Hilfe bei der Vorbereitung der WM 2010 zugesichert. Gleichzeitig zeigte er sich besorgt, ob der Zeitplan eingehalten werden kann.
«Das Problem ist: Werden die Stadien rechtzeitig gebaut?», sagte der 70-Jährige in Berlin. In den Bereichen Telekommunikation und Verkehrswege sieht er dagegen weniger Probleme.Blatter sagte, die Messlatte für Südafrika sei durch die WM in Deutschland sehr hoch gelegt. «Das, was wir hier erlebt haben, ist eine grossartige WM», sagte der Fifa-Chef. Die Emotionen seien zu 99 Prozent positiv und lediglich zu einem Prozent negativ gewesen.
Büro in Johannesburg eingerichtet
Als die Entscheidung für Südafrika gefallen sei, habe man gewusst, «dass sie Hilfe brauchen», sagte Blatter. Vor einigen Monaten habe die Fifa in Johannesburg ein Büro eingerichtet. Nun benötige man Geduld, da Südafrika ein multikulturelles Land mit vielen verschiedenen Stämmen sei. «Es braucht schon ein gewisses Geschick, dass man die alle zusammenbringt.» Darüber hinaus gebe es vor der WM noch Wahlen. «Ich bin überzeugt, dass wir auch diese Sache in den Griff bekommen.»Blatter lobte, dass das deutsche WM-Organisationskomitee sein Know-how an die Afrikaner weitergeben wolle. Auch England, Frankreich und die gesamte Europäische Union wollten Hilfe leisten. «Es muss dann so gemacht werden, dass am Schluss nicht das Sprichwort zum Zuge kommt: 'Viele Köche verderben den Brei'», so Blatter. Der Weltfussballverband müsse koordinieren, wer wann wo und wie helfen kann. Blatter fügte hinzu: «Wir vertrauen auch den südafrikanischen Kollegen.»
WM-Logo 2010 am Freitag
Der Fifa-Präsident betonte, die Europäer und die Fifa dürften sich nicht als Missionare verstehen. Auch in Südafrika sei viel Wissen vorhanden, gebe es viele Manager, Universitäten, gebildete Leute. «Wir helfen den Weltcup zu organisieren, damit der afrikanische Kontinent etwas zurückbekommt von dem, was er dem europäischen Fussball gegeben hat.»Am Freitag will die Fifa zusammen mit dem südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki in Berlin das Logo für die nächste WM präsentieren. Auf der Fan-Meile vor dem Brandenburger Tor sollen deutsche und afrikanische Künstler ein Konzert geben. Es steht unter dem Motto «Football for a better world - from Germany to South Africa».
WM 2014 wohl in Brasilien
Blatter sagte, wegen des Rotationsprinzips sei davon auszugehen, dass die WM 2014 in Südamerika stattfinden werde. Einziger Kandidat sei bislang der brasilianische Verband. Im Jahr 2008 werde die Entscheidung fallen.Schweiz
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