Zoo sammelt für Kenias Nashörner
15. Februar 2006, 15:37Der Zürcher Zoo nimmt an einer europäischen Nashorn-Kampagne teil. In der nächsten Zeit sollen für Tierschutz-Projekte in Kenia 30'000 Franken gesammelt werden.
Nashörner sehen aus wie Wesen aus einer anderen Zeit und gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Welt. Mit der Kampagne wollen die europäischen Zoos die Situation dieser Tiere in der Wildnis verbessern.
In Zürich, wo zwei Spitzmaulnashorn-Weibchen leben, unterstütze Projekte in der Heimat dieser Art, Kenia. Dazu wurde der Comic «Drei Nashörner in Afrika» kreiert, der die Gefährdung der Tiere und die Schutzbemühungen thematisiert.
Der Bestand dieser Nashörner hat sich zwar erholt, doch die meisten der 3600 Tiere leben streng bewacht in Reservaten. Etwa 270 Tiere leben in Zoologischen Gärten, zwei davon in Zürich.
Hoffnungsträger vorzeitig gestorben
Samira schert sich heute einen Deut darum, dass sie zu einer aussterbenden Art gehört. Seelenruhig stopft das 4-jährige Spitzmaulnashornmädchen Zweige und Laub in sein Maul. Zwischendurch wirft es einen Blick auf die Menschen. Dann stapft es auf und ab und zeigt schliesslich nur noch sein breites Hinterteil.Als Samira vor zwei Jahren von Hannover nach Zürich kam, hoffte man, dass sie und die mittlerweile 9-jährige Wanda für Nachwuchs sorgen würden. Samira ist denn auch bald geschlechtsreif. Der als Zuchtbulle vorgesehene Parky indes starb vergangenen Dezember.
Seither sucht der Zoo einen Bullen für seine beiden Weibchen. Die Suche dürfte sich aber gemäss Zingg hinziehen. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für Spitzmaulnashörner sei knapp mit Bullen dotiert. Ein aus Südafrika angebotenes Tier habe sich leider als Breitmaulnashorn entpuppt.


















