SVP-Propaganda übers Telefon
03. November 2006, 14:13Die SVP weitet die Politpropaganda aufs Telefon aus. Gestern Abend haben rund 5000 Stimmberechtigte im Kanton Zürich einen Anruf mit der Stimme Ueli Maurers erhalten. Dieser wirbt für ein Nein zum Osthilfegesetz.
Die SVP Schweiz widerspricht heute in einem Communiqué. Mit ein paar wenigen Ausnahmen sei die Politwerbung positiv aufgenommen worden. Insbesondere die junge Wählerschaft habe auffällig gut auf diese Massnahme angesprochen und durch Tastendruck viele Zusatzinformationen bestellt.
Gemäss Auskunft der kantonalen SVP befinden sich die Tonbandanrufe in einer Testphase. Bei vielen negativen Reaktionen würde der Versuch abgebrochen; andernfalls will die Partei die Tonbandanrufe im Wahljahr 2007 anwenden. Die Methode der «Telefoninformation» könne künftig dort eingesetzt werden, «wo Medien die Botschaften der SVP boykottieren, in die Spalten am linken Seitenrand verdrängen oder verkommentiert publizieren», schreibt die Volkspartei in ihrer heutigen Mitteilung. Die SVP beabsichtigt, in die neue Methode zu investieren, um bei Abstimmungs- oder Wahlkämpfen kein Geld «für Inseratekampagnen in SVP-kritischen Medien verlochen zu müssen».
Um weitere Messergebnisse zu erhalten will die SVP in der nächsten Woche einen weiteren Telefontest durchführen. Derartige Politwerbung ist in der Schweiz ein Novum.
Zürich
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