Die Anzahl Flüge begrenzen
06. November 2006, 12:09Der Zürcher Kantonsrat hat heute eine Behördeninitiative vorläufig unterstützt, die am Flughafen Zürich höchstens 320000 An- und Abflüge pro Jahr zulassen will. Unterstützung gab es aus allen Fraktionen.
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Dossier
- Fluglärm-Streit
Die SVP warnte vor «einschneidenden volkswirtschaftlichen Auswirkungen» einer Plafonierung. Noch verheerender sei die Ausdehnung der Nachtflugsperre. Mit den Freisinnigen könne man über viele Vorschläge reden, nicht aber über eine achtstündige nächtliche Sperre, die den Flugbetrieb im heutigen Umfang gefährdeten, sagte der FDP-Fraktionspräsident.
SP und Grüne wären für eine weiter gehende Einschränkung, sie stimmten jedoch für die Behördeninitiative, weil die Richtung stimme, dass nämlich eine Bewegungsplafonierung vorgenommen und die Nachtruhe erweitert werde. Auch CVP und EVP bezeichneten den Plafonds von 320000 Flügen für akzeptabel.
Vertrauen der Bevölkerung wieder gewinnen
Die Initianten wollen mit ihrem Begehren die Basis für eine Lösung im Fluglärmstreit legen. Mit der Plafonierung, die dem Flughafen ein nachhaltiges Wachstum erlaube, könne das Vertrauen der Bevölkerung in den Flughafen wieder gewonnen werden.Die Volksinitiative «Für eine realistische Flughafenpolitik», welche die Zahl der Flugbewegungen auf 250000 pro Jahr begrenzen und die Nachtruhe auf mindestens neun Stunden verlängern will, geht den Vertretern der Behördeninitiative zu weit.
36 Prozent der Kantonsbevölkerung
Und als «zu vage» bezeichnen sie den Gegenvorschlag des Regierungsrates zur Volksinitiative, der die Anzahl der vom Fluglärm stark betroffenen Personen begrenzen will. Eine Begrenzung auf 320000 Flugbewegungen hatte auch der Runde Tisch, das frühere Konsultativorgan des Regierungsrates in Flughafenfragen, empfohlen.Die 69 Gemeinden, die hinter der Behördeninitiative stehen, decken rund 36 Prozent der Zürcher Kantonsbevölkerung ab und repräsentieren alle vier Himmelsrichtungen um den Flughafen. Nicht dabei ist die Stadt Zürich. Winterthur und Uster sowie die Standortgemeinde Kloten unterstützen das Begehren.


















