Mahnwache trotz Filmverbot

10. Februar 2007, 10:08

Obwohl die Zürcher Stadtpolizei die Aufführung des umstrittenen Pasolini-Films «Salò oder die 120 Tage von Sodom» untersagt hat, wollen «betroffene Christen» vor der St. Jacobskirche eine Mahnwache abhalten.

Diese Aktion soll morgen um 16 Uhr stattfinden. Laut einem Vertreter der «Spurgruppe», Daniel Regli, sind die Veranstalter «tief betrübt, dass der Pfarrer und die Kirchenpflege am Stauffacher nicht mehr wissen, was Recht ist im Staate Schweiz und die Polizei sie in die Schranken weisen muss».

Man dürfe, so eine Medienmitteilung weiter, nun nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, weil Pasolinis Film nicht gezeigt werde. Man müsse dem «Missbrauch unserer Kirchen den Riegel schieben». Kirche sei dazu da, leidende und suchende Menschen zu einer Begegnung mit Gott zu führen.

Diesem Wunsch wolle man mit der Mahnwache Ausdruck geben, heisst es in der Mitteilung weiter: «Pfarrer wie Burr sollen sich entweder Gottes Herrschaft unterstellen oder einen anderen Beruf suchen!»

Zürich

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