Bahnhof-Partnerschaft mit Berlin
02. März 2007, 11:17Der Zürcher Hauptbahnhof und der neue Berliner Hauptbahnhof werden Partner. Die Beiden wollen Know-How und Mitarbeiter austauschen. Für die SBB ist es die erste Bahnhofpartnerschaft.
Von den Vertretern der Deutschen Bahn (DB) und den SBB ist in Zürich eine Absichtserklärung unterzeichnet worden. Ziel der Partnerschaft ist namentlich der Wissenstransfer zwischen den beiden Bahnhöfen in den Bereichen Bahnhofsentwicklung, Betrieb und Bewirtschaftung. Die beiden Bahnhöfe sind etwa gleich gross - sie werden täglich von je rund 300 000 Personen benutzt.Wie Urs Schlegel, Leiter von SBB Immobilien, vor der feierlichen Unterzeichnung der Veträge sagte, soll ein Benchmark-System aufgebaut werden, mit dem sich etwa die Servicequalität, die Sicherheit oder die Sauberkeit vergleichen lassen könne.
Für den Bahnpassagier direkt sichtbar wird die Partnerschaft dann, wenn der geplante Austausch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Realität wird. Damit sollen die andere Kultur und Arbeitsweise kennengelernt werden können.
Doch nicht nur das persönliche Erlebnis ist Ziel des Austauschs. Peter Lehmann, bei den SBB Leiter des Kundendienstes, erhofft sich auch neue Ideen, mit denen in den Reisezentren von Berlin und Zürich neue Touristen für die jeweils andere Destination gewonnen werden können.
Berliner Bahnhof ist ein Schweizer Bahnhof
Für die SBB ist die Partnerschaft die erste Bahnhofspartnerschaft überhaupt. Diese aber dränge sich geradezu auf, fand Wolf-Dieter Siebert, Vorstandsvorsitzender der DB Stations&Services AG. Schliesslich stehe unmittelbar neben dem Berliner Hauptbahnhof die Schweizer Botschaft. «Wegen der flatternden Flagge der Botschaft glaubt man manchmal, sich auf einem Schweizer Bahnhof zu befinden», sagte Siebert.Der Zürcher Hauptbahnhof ist allerdings nicht der einzige Partnerbahnhof der Berliner. Es bestehen bereits Partnerschaften mit dem Pariser Gare du Nord, mit dem Belarussischen Bahnhof in Moskau sowie mit den Hauptbahnhöfen von Kopenhagen, Warschau und Rom.
















