Zürich

Regierung will Fry bremsen

08. März 2007, 12:08

Der Regierungsrat legt den Gestaltungsplan Üetliberg Uto Kulm vor. Gastrobetrieb und der öffentliche Bereich sollen klar getrennt werden. Die Zufahrt wird eingeschränkt.

Nicht alle Bauten auf dem Uto Kulm sind auf dem Rechtsweg entstanden.
Nicht alle Bauten auf dem Uto Kulm sind auf dem Rechtsweg entstanden.
Die Zürcher Baudirektion reagiert auf die Kritik, die laut geworden ist, weil Hotelier Giusep Fry auf dem Üetliberg mehrmals gegen die Bauordnung verstossen hat.

Der Regierungsrat hat den Gestaltungsplan und die zugehörigen Änderung des kantonalen Richtplans zur Anhörung bei den Gemeinden und Regionen freigegeben. Baudirektorin Ursula Gut hat heute die wichtigsten Punkte präsentiert:

  • Das zulässige Bauvolumen des Gastgewerbebetriebes wird auf den Stand vom 1. Januar 2006 beschränkt.
  • Der Kiosk unter dem Aussichtsturm muss weg und wird im Wintergarten integriert.

  • Der ohne Baubewilligung erstellte Wintergarten darf bleiben.

  • Das Känzeli und der Wanderweg müssen jederzeit für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

  • Der Aussichtsturm soll während der Betriebszeiten des Gastgewerbebetriebes zugänglich sein.

  • Im Bereich des Ausflugsrestaurants sind nur mobile Ausstattungen zulässig. Die privaten Anlässe müssen innerhalb des Gastgewerbebetriebes stattfinden.

  • Die Art der Beleuchtung soll auf der Grundlage eines Beleuchtungskonzeptes geregelt werden.

  • Vorplatz und Zufahrt zum Hotel müssen wieder einen Kiesbelag haben. Zurzeit herrschen Steinplatten und Asphalt vor.

  • Die Fahrten auf den Uto Kulm werden begrenzt. Dabei gilt eine Sperrzeit von 11 Uhr bis 18 Uhr. Die Anzahl Fahrten soll mit einer Schrankenanlage kontrolliert werden.

Im Sommer sollen die Ergebnisse der Anhörung ausgewertet und die Überarbeitung des Gestaltungsplans abgeschlossen sein. Ist das Geschäft bereinigt, bedarf es einer Genehmigung durch das Parlament. Der Kantonsrat muss dem Eintrag in den Richtplan zustimmen und die Baudirektion den Gestaltungsplan festsetzen. Schliesslich soll ein Vertrag zwischen dem Grundeigentümer und Hotelier Giusep Fry sowie den Gemeinden Stallikon, Uitikon und Zürich die verschiedenen Nutzungen auf dem Zürcher Hausberg regeln.

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