Zürich

Kanton prüft ÖV-Bonus für Beamte

23. Juli 2007, 22:02

Für das Arbeitsamt des Kantons ist es denkbar, dass alle kantonalen Angestellten dank Bonus-Pass günstiger Bus, Tram und Bahn fahren können.

Kantonale Beamte sollen zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr bewegt werden.
Kantonale Beamte sollen zum Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr bewegt werden.
«Wir überlegen uns, ob wir den Mobil-Pass allen Angestellten des Kantons anbieten sollen.» Das bestätigte gestern der stellvertretende Leiter des kantonalen Personalamts, Markus Uhl. «Die Diskussion ist aber noch in einem frühen Stadium.» Im Vordergrund steht die Frage der Finanzierung. Bei der kantonalen Verwaltung arbeiten 15'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dazu kommen 15'000 Lehrerinnen und Lehrer, die zum Teil von den Gemeinden entlöhnt werden. Mit dem Bonus-Pass fahren Arbeitnehmer gegenüber dem regulären Tarif des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) günstiger zur Arbeit. Darüber hinaus haben die Inhaber in der Freizeit freie Fahrt auf dem ganzen Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes. Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber dem ZVV pro Mitarbeiter mit Bonus-Pass je nach Modell jährlich zwischen 200 und 750 Franken bezahlt. Die Kosten sind auch die höchste Hürden für die Einführung der Bonuskarte beim Kanton.

Bisher erhalten nur die rund 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Baudirektion die Vergünstigung. «Die Baudirektion hat dafür Gutschriften aus dem Globalbudget verwendet», erklärt Uhl. Andere Direktionen gewähren einmalige Zulagen.

Kostenpunkt: 6 bis 22 Millionen Franken
In der Volkswirtschaftsdirektion, zu der auch der ZVV gehört, heisst es: «Wir sind verpflichtet, haushälterisch mit unseren Finanzmitteln umzugehen. Daher müssen wir sorgfältig prüfen, ob und in welchem Umfang Vergünstigungen möglich sind». Aber Direktionssprecherin Daniela Sgier ergänzt: «Wir würden es begrüssen, wenn Vergünstigungen aller Art für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kanton einheitlich geregelt würden.»

Die Ausweitung auf alle rund 30'000 kantonalen Angestellten käme auf 6 bis 22 Millionen Franken zu stehen. «Abschliessend wird die Regierung über die Einführung entscheiden müssen», erklärt Markus Uhl. Diese hat sich vor genau einem Jahr positiv zur Bonuskarte geäussert: In einer Antwort auf einen Vorstoss von SP und FDP bezeichnete der Regierungsrat sie als «attraktives Angebot». (ese)

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