Triebtäter wird ausgeschafft
01. November 2007, 21:45 Von Thomas KnellwolfHat er seine Strafe verbüsst, wird der pakistanische Vergewaltiger aus der Schweiz weggewiesen - wegen einer Scheinheirat.
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Zürich/Basel. - Der 22-jährige Pakistaner, der in Zürich wiederholt Frauen überfiel und sexuell missbrauchte, wird nach Verbüssung seiner Strafe in seine Heimat ausgeschafft. Dies geschieht, weil der geständige Täter in Basel eine Zweckehe mit einer dreissig Jahre älteren Frau geschlossen hat. Drei Monate vor dem Ende der Scheinheirat im Oktober 2004 hatte der Küchengehilfe die erste Tat seiner Vergewaltigungsserie begangen. Im Jahr darauf verging er sich auf brutale Weise an neun weiteren Opfern. Im August 2005 wurde er verhaftet, am vergangenen Mittwoch stand er vor dem Zürcher Bezirksgericht.
Während der Untersuchung hatte der Pakistaner nicht nur die Misshandlungen gestanden, sondern auch seine Scheinheirat zugegeben. Als 19-Jähriger hatte er in Basel eine damals 49-jährigen Schweizerin geehelicht. Aktenkundig ist eine Aussage des Triebtäters, dass ihm sein älterer Bruder, ebenfalls in Basel ansässig, die Ehe vermittelt und bezahlt habe. Die Scheinehefrau machte im Verfahren von ihrem Recht auf Zeugnisverweigerung Gebrauch. In den Monaten vor dem Eheschluss hatte sich der Vergewaltiger ohne Bewilligung in der Schweiz aufgehalten. Wegen illegalen Aufenthalts ist er bereits gebüsst worden.
TA-Recherchen zeigen weiter, dass das Sicherheitsdepartement Basel-Stadt ein Wegweisungsverfahren gegen den Pakistaner eingeleitet hat. Die Abteilung Bevölkerungsdienste und Migration forderte im vergangenen Juli den Pakistaner im Zürcher Strafvollzug zu einer Stellungnahme zu seinem Eheschluss auf. Das Schreiben blieb unbeantwortet. Nun verfügt das Sicherheitsdepartement eine Wegweisung für den Fall, dass der Täter aus der Haft entlassen wird. Das Urteil wegen der Vergewaltigungen steht aus.


















