Zürich

Schmid: Soldat war vor der Tat zu Hause

28. November 2007, 09:41

Der 21-jährige Soldat ist vor dem tödlichen Schuss zu Hause gewesen.

Dies sagte Verteidigungsminister Samuel Schmid in einem Interview der Freiburger Tageszeitung «La Liberte». Damit seien für die Strafuntersuchung nicht die Militärjustiz sondern die zivilen Behörden zuständig. Der geständige Schütze war am Freitag aus der Rekrutenschule entlassen worden. Auf Grund der bisherigen Informationen der Zürcher Staatsanwaltschaft war vermutet worden, dass er die Tat auf dem Heimweg aus der RS begangen hatte.

Schmid ging im Interview zudem mit deutlichen Worten auf Distanz zu Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey, die erklärt hatte, die Frage der Aufbewahrung der Armeewaffen zu Hause müsse nun neu diskutiert werden. «Ich verurteile Erklärungen, die darauf abzielen, aus dieser Affäre politischen Profit zu schlagen», sagte der Verteidigungsminister.Alle Soldaten zur Waffenrückgabe aufzufordern, wäre ein Misstrauensvotum gegenüber der grossen Mehrheit der Soldaten, die es nicht verdiene, mit jenen in den gleichen Topf geworfen zu werden, denen man keine Waffe anvertrauen könne.

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