Steuerzahler zahlt für Dignitas-Sterbehilfe
07. Dezember 2007, 21:48 Von Pia Wertheimer/Eduard GautschiWenn Dignitas in Schwerzenbach eine Freitodbegleitung durchführt, bezahlt die Organisation rund 50 Franken an die Gemeinde für den Totenschein und die Abklärung des Zivilstandes des Verstorbenen.
Laut Oberstaatsanwalt Andreas Brunner fallen aber weitere Kosten in Höhe von rund 3000 Franken pro Fall an. Übernommen werden sie von der Staatskasse, also vom Steuerzahler. Die Kosten entstehen, weil Kantonspolizei, Staatsanwalt und Gerichtsmediziner bei jedem Suizid ausrücken müssen.
Macht Dignitas ihre Ankündigungen wahr, werden im Jahr bis zu 200 Sterbebegleitungen in Schwerzenbach durchgeführt. Schwerzenbachs Gemeindeschreiber Werner Rütsche: «Unser Ziel ist es, sämtliche Aufwendungen in Rechnung zustellen.» Doch dafür fehlen derzeit die rechtlichen Grundlagen.
















