Ein Schwimmbad für die Elefanten
21. Dezember 2007, 22:52 Von Jürg RohrerDer Zoo veranstaltet einen Architekturwettbewerb für einen Elefantenpark. Hauptattraktion wird ein grosses Wasserbecken sein.
Der Elefantenpark wird sich auf der Wiese unterhalb des Restaurants Altes Klösterli befinden, angrenzend an den Wald. Die grosse Wiese unterhalb des heutigen Zoogeländes und der Siedlung Klösterli - Klosterfeld genannt - ist für den Ausbau des Zoos reserviert und soll neben den Elefanten dereinst auch Giraffen, Zebras, Nashörner, Antilopen und Strausse in einer Savanne beheimaten.
Für die Indischen Elefanten sollen etwa 8000 Quadratmeter des Klosterfeldes so umgebaut werden, dass sie sich quasi wie zu Hause fühlen. Die Landschaft wird teilweise einem ausgetrockneten Flussbett am Rande des Dschungels ähneln - einem beliebten Aufenthaltsort frei lebender Elefanten. Die ganze Anlage muss möglichst naturnah gestaltet sein und darf keine sichtbaren europäischen Konstruktionselemente aufweisen. Ganz im Gegensatz zum heutigen Elefantenhaus aus dem Jahr 1972 darf das neue Gebäude nicht im Kontrast zur Landschaft rundum stehen.
Safari am Zürichberg
Im Zentrum des Elefantenparks, durch den die Besucher auf einem «edukativen Pfad» geführt werden, steht eine Lodge im Safaristil, von der aus die Elefanten drinnen wie draussen beobachtet werden können. Hauptattraktion wird ein grosses Wasserbecken sein mit teils verglasten Wänden, wo man den Elefanten beim Baden und Schwimmen zuschauen kann. Zwei Bullen, vier Kühe und stets drei bis fünf Jungtiere soll die Herde zählen. Derzeit sind es ein Bulle - der unermüdliche Maxi - , drei Kühe und drei Junge.
Ziel sei, die beste Elefantenanlage in Europa zu haben, sagt Zoo-Direktor Alex Rübel. Deswegen hat der Zoo einen internationalen Architektur- und Landschaftsarchitektur-Wettbewerb lanciert, der vom Amt für Hochbauten im letzten «Tagblatt» ausgeschrieben worden ist. Der Wettbewerb erfolgt zweistufig: zuerst ein für alle Interessierten offenes, anonymes Verfahren, dann ein Studienauftrag für drei bis fünf Teams.
Das gesuchte Projekt muss den Indischen Elefanten ein artgerechtes Leben und den Menschen ein Erlebnis ermöglichen; es muss ökologisch nachhaltig und erst noch wirtschaftlich sein. 32 Millionen Franken beträgt laut Wettbewerbsunterlagen der Kostenrahmen. Ende 2008 voraussichtlich wird das Siegerprojekt gekürt; 2012 soll die neue Elefantenanlage eröffnet werden. Was mit dem heutigen Elefantenhaus passiert, ist laut Zoo-Direktor Rübel noch offen.


















