Monika Stocker wehrt sich
20. Januar 2008, 21:59 Von Daniel SchneebeliDie Zürcher Sozialvorsteherin weist die massive Kritik von zwei ehemaligen Mitarbeiterinnen zurück.
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Die Debatte über die Stadtzürcher Sozialhilfe spitzt sich weiter zu. Nachdem die beiden freigestellten Mitarbeiterinnen Esther Wyler und Margrit Zopfi letzte Woche im «Tages-Anzeiger» und in der «Weltwoche» öffentlich das Sozialdepartement kritisiert hatten, meldete sich am Wochenende Sozialvorsteherin Monika Stocker (Grüne) schriftlich zu Wort.
Sie verteidigte sich gegen die Vorwürfe, im Sozialamt fehle die Distanz zu den Klienten und Kritiker würden mundtot gemacht.
Widerspruch zum GPK-Bericht
Gegen die beiden Frauen laufe eine Strafuntersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung, betont Stocker in dem Schreiben. Deshalb seien sie zum Schutz ihrer eigenen sowie der Interessen des Arbeitgebers vorübergehend freigestellt worden. Die Stadträtin hält fest, deren Kritik stehe in deutlichem Widerspruch zum Bericht der Geschäftsprüfungskommission.
Der einstimmig verabschiedete Bericht attestiere dem Personal des Sozialdepartementes eine «engagierte und professionelle Haltung» und halte fest, dass in den Sozialzentren «mehrheitlich effizient und effektiv» gearbeitet werde.
Das Gespräch nie gesucht
Weiter betont Monika Stocker, keine der beiden Kritikerinnen habe je mit ihr das Gespräch gesucht. Es liege ihr auch kein fachlicher Report von Wyler oder Zopfi vor. Sie bekräftigt in ihrer Stellungnahme allerdings ihre Bereitschaft, die im GPK-Bericht geforderte Verbesserung der Kontrollsysteme voranzutreiben. Seit Anfang Jahr sei beispielsweise das neue EDV-Fallmanagementsystem installiert.
Im Gemeinderat hatte Stocker am letzten Mittwoch angekündigt, sie wolle die Zusammenarbeit von Sozialbehörde, Sozialdepartement und Sozialen Diensten reformieren. Der Informationsfluss zwischen den Ämtern werde verbessert; eine vom städtischen Datenschutzbeauftragten akzeptierte Lösung kündigte Stocker auf den kommenden Frühling an. Am Dienstag informiert sie zudem über die Arbeit der neuen Sozialinspektoren, die in der Stadt Zürich seit einem halben Jahr versuchen, Fälle missbräuchlicher Sozialhilfebezüge aufzudecken.
















