WELTWIRTSCHAFTSFORUM IN DAVOS
«Breiter Widerstand von unten»
26. Januar 2008, 14:58Globalisierungsgegner aus aller Welt haben sich heute im Zürcher Volkshaus zur internationalen Konferenz «Das Andere Davos» getroffen, um ein Signal gegen das WEF zu setzen.
Nach Angaben der Organisation Attac Schweiz werden mehrere hundert Aktivisten, Gewerkschafter und Intellektuelle zu den Workshops und dem abendlichen Podiumsgespräch erwartet. Die zum achten Mal durchgeführte Tagung versteht sich als Gegenveranstaltung zum World Economic Forum (WEF) in Davos und als Teil des dieses Jahr dezentral organisierten Weltsozialforums.
«Breiter Widerstand von unten»
Gegen den Neoliberalismus sei «breiter Widerstand von unten» nötig, hiess es an der Konferenz. Sie will Raum geben für «radikale und kompromisslose Analysen und Alternativen». So geht es um den Kampf einer kolumbianischen Gewerkschaft gegen das Schweizer Minenunternehmen Glencore, den Kampf gegen Folter in Mexiko und den Kampf der Arbeiterbewegung in Venezuela für Strukturen der Selbstverwaltung in Fabriken.
Diskutiert wurden auch die Rolle Kubas und die Herausforderungen der Regierung von Evo Morales in Bolivien. Am Beispiel einer Städtepartnerschaft wurde über die Erfahrungen aus der Solidaritätsarbeit in Nicaragua reflektiert.
Workshops zu zahlreichen Themen
In Workshops befassten sich die Globalisierungsgegner auch mit Ernährungs- und Agrarpolitik, Steuergerechtigkeit und den Finanzmärkten. Ferner wurde die «demokratische Bedarfswirtschaft» als Projekt zur Überwindung des Kapitalismus diskutiert.
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