Zürich

Die Panta Rhei leckt

29. Januar 2008, 13:25

Die zweite Jungfernfahrt des neuen Zürichsee-Flaggschiffs Panta Rhei muss verschoben werden. Durch undichte Nahtstellen dringt Wasser in die Auftriebsschalen ein.

Die Panta Rhei verkehrt nun mit Passagieren auf dem Zürichsee.
KEYSTONE Die Panta Rhei verkehrt nun mit Passagieren auf dem Zürichsee.

Die lecken Stellen bei den seitlich angebrachten Auftriebsschalen wurden bei einer Nachkontrolle entdeckt, nachdem das Schiff gestern nach einem längeren Umbau wieder gewassert wurde. Die Inbetriebnahme des Schiffs wird daher auf unbestimmte Zeit vertagt, wie die Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) heute mitteilt.

Bevor die Panta Rhei repariert werden könne, müssten dringende Revisionsarbeiten an anderen Schiffen erledigt werden. Diese dauern voraussichtlich bis April. Wie es zu den undichten Nahtstellen am Schiff kam, wird laut ZSG derzeit abgeklärt.

Probleme seit einem Jahr

Zum Problemkind der Schifffahrtgesellschaft wurde die letzten Frühling fertiggestellte Panta Rhei wegen eines Konstruktionsfehlers. Weil das Schiff zu hohe Wellen warf, wurde es schon kurz nach der Inbetriebnahme wieder stillgelegt und das 9,5 Millionen Franken teure Schiff als Restaurant am Schiffsteg genutzt.

Im November wurde dann mit einem Umbau begonnen, um der Panta Rhei mehr Auftrieb zu verschaffen. Dazu wurden Kunstoffelemente an das Schiff angebracht. Die Nahtstellen zu diesen neuen Anbauten haben sich jetzt als undicht erwiesen. «Diese Probleme sind ärgerlich, und wir bedauern, dass sich der Einsatz des Schiffs nochmals verzögert», wird ZSG-Direktor Hans Dietrich in einem Communiqué zitiert.

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