Der Weg ans Gymi wird enger
05. Juni 2008, 11:20 Von Daniel SchneebeliJugendliche aus der ersten Sek können nicht mehr ans Gymi wechseln, für Drittsekschüler wird der Wechsel schwieriger.
Vor wenigen Tagen wurde entschieden, wer im nächsten Sommer an eines der 20 kantonalen Gymnasien wechseln kann. Im nächsten Frühling werden leicht andere Aufnahmekriterien gelten. Der Regierungsrat hat die Reglemente geändert und leicht verschärft. So dürfen jene, die die Aufnahmeprüfung oder Probezeit im Langzeitgymnasium nicht bestanden haben, ein Jahr später nicht mehr zur Prüfung antreten. Gegenüber den Schülern aus der sechsten Klasse seien sie sonst im Vorteil, teilte der Regierungsrat heute mit. Unverändert ist jedoch die Note 4,5 nötig, um die Prüfung zu bestehen - zur Hälfte werden den Prüflingen weiterhin die Erfahrungsnoten aus der sechsten Primarschulklasse angerechnet.
Für Schülerinnen und Schüler aus der zweiten Sek ist eine 4,25 nötig, um ans Kurzzeitgymnasium zu gelangen (Erfahrungs- und Prüfungsnoten). Wer die Gymiprüfung aus der dritten Sekundarklasse machen will, muss neu das Wahlfach Geometrie belegen, sonst werden die Erfahrungsnoten aus der Sek nicht mehr angerechnet und die Noten der Aufnahmeprüfungen sind zu hundert Prozent massgebend. Laut Johannes Eichrodt vom Mittelschulamt ist die Änderung nötig, um Gerechtigkeit zu schaffen. In der zweiten Sek wird die Leistung in Geometrie zu einem Drittel in die Mathematiknote einberechnet, was in der dritten Sek nicht mehr der Fall ist.
Neu geregelt wird auch die Aufnahme für die zweisprachigen Maturitätslehrgänge, die derzeit an 13 Mittelschulen angeboten werden. Bisher wurden die Vornoten in den Sprachfächern berücksichtigt. Neu zählen nur noch die Noten in der Aufnahmeprüfung. Man habe gemerkt, dass die Sprachnoten aus früheren Klassen nichts darüber aussagen, ob ein Schüler später eine bilinguale Matur bestehe oder nicht, schreibt der Regierungsrat.
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