Wenn das Benzin noch teurer wird, wollen viele umsteigen
16. Juli 2008, 22:00 Von Roger KellerDie Schmerzgrenze der Automobilisten ist zurzeit offenbar noch nicht erreicht. Dies zeigt eine Internetumfrage des Zürcher Verkehrsverbundes.
Zwei Franken für einen Liter Bleifrei beurteilen fast zwei Drittel der Umfrageteilnehmer des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) als «teuer». Sollte der Benzinpreis weiter steigen, zum Beispiel auf 2.50 Franken, nimmt auch die Zahl der Befragten sprunghaft zu, welche dies als «teuer» beurteilen.
Dies geht aus einer nicht repräsentativen Onlineumfrage des ZVV hervor, an welcher mehr als 1000 Personen teilgenommen haben. Nicht repräsentativ ist sie unter anderem, weil vorab Personen teilgenommen haben, die am öffentlichen Verkehr interessiert sind und daher auf der ZVV-Internetseite waren. Der ZVV geht allerdings davon aus, dass die Umfrage die Einschätzung der Automobilisten «im Grossen und Ganzen gut widerspiegelt». Interessant sind die Aussagen, weil die meisten ZVV-Kunden auch über ein Auto verfügen und somit frei entscheiden, welche Mobilität sie wählen.
Merkbar weniger Autos dürfte es laut einer Schlussfolgerung des ZVV aus der Umfrage auf den Strassen allerdings erst haben, wenn der Benzinpreis auf 2.50 bis 3 Franken steigt. Dann allerdings - wenn das Benzin gemäss Einschätzung in der Umfrage «zu teuer» würde - wollen die Befragten die Zahl ihrer Autofahrten für den Arbeitsweg oder für Ausflüge tagsüber etwa um die Hälfte reduzieren. Markant geringer ist die Bereitschaft zum Umsteigen hingegen beim Einkaufen: Die Zahl der Fahrten dafür würde nur um 26 Prozent reduziert. Das heisst: Beim Wocheneinkauf verzichten die Zürcherinnen und Zürcher nur ungern auf das Auto. Allenfalls gehen sie weniger häufig und legen solche Nutzfahrten zusammen.
















