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Die Sonnenstrahlung spielt keine Rolle

12. Juli 2007, 05:00

Eine neue Studie bestätigt: Die Sonnenaktivität ist nicht für die Klimaerwärmung verantwortlich.

Brodelnde Oberfläche der Sonne.
Brodelnde Oberfläche der Sonne.
Von Martin Läubli

Es ist nur ein kleiner Kreis, der seit Jahren hartnäckig an der Theorie festhält, die Schwankungen der Sonnenaktivität seien für die globale Klimaerwärmung der letzten 20 Jahre verantwortlich, und nicht der Anstieg der Treibhausgase. Diese Vorstellung passte den Produzenten des Films «Der grosse Klimaschwindel», der auf einem britischen und einem deutschen Privatsender ausgestrahlt wurde, bestens ins Konzept – auch wenn viele Studien die Haltlosigkeit dieser Theorie aufzeigen. Nun bestätigt eine gestern veröffentlichte Untersuchung in den angesehenen «Proceedings of the Royal Society» einmal mehr: Der deutliche Anstieg der Erderwärmung «kann nicht mit den Schwankungen der Sonnenaktivität erklärt werden». Der Brite Mike Lockwood vom Rutherford Appleton Laboratory in Oxfordshire und der Schweizer Claus Fröhlich vom Weltstrahlungszentrum in Davos haben Satellitendaten der Sonnenstrahlung und die kosmische Strahlung an der Erdoberfläche der letzten dreissig Jahre ausgewertet. Das Resultat: Die Sonnenaktivität hat seit 1985 nicht zugenommen. Zudem steigt die kosmische Strahlung an, weil das Magnetfeld im Sonnensystem an Stärke verliert. Das bedeutet auf der Erde: Die Abschirmung der kosmischen Strahlung wird wegen des schwächelnden Magnetfeldes immer schwächer. Ein Anstieg der kosmischen Strahlung, so die Theorie, erhöht die Zahl elektrisch geladener Teilchen in der Atmosphäre. Diese wirken als Keime, an denen Wasserdampf zu Wolkentröpfchen kondensiert. Stimmt die Theorie, müsste die Bewölkung zu- und damit die Sonneneinstrahlung abnehmen; es müsste also kälter werden. Aber die Erde hat sich im vergangenen Jahrtausend noch nie so schnell erwärmt wie in den letzten 25 Jahren.

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